Vereinsgeschichte

1972 - 1973

 

Aus einer Lehrveranstaltung des Volksbildungswerks (heute: VHS) geht die Modellbaugruppe ”Königsadler" hervor. Neun Jugendliche treffen sich unter der Leitung von Willy Moll regelmässig zu Bastelkursen in der alten Schule in der Bergstraße. Im Lauf der Zeit begeistern sich auch immer mehr Erwachsene für das Hobby der Jugendlichen. Eine ersten Ausstellungen der gebastelten Flugmodelle erfolgten in der Grundschule in  Alt-Königshoven.

 

 

1974

 

Nördlich von Alt-Königshoven wird im freien Feld das erste, etwa einen Morgen große Fluggelände angelegt.

1975

 

Aus der Modellbaugruppe ”Königsadler" gründen die Mitglieder:

Josef Breuer

Heinz-Willi Maaßen

Herbert Griesche

Willy Moll

Barthel Held

Wiltrud Moll

Rolf-Dieter Horstmann

Hans-Werner Mülfarth

Heinz Köllges

Werner Schütz

Johannes Lucas

Josef Stallmeister

den

“Flugmodellsportclub Königsadler"

 

 

1976

Ein Jahr nach der Gründung zählt der Flugmodellsportclub Königsadler  bereits 20 Mitglieder. Zum 1. September erfolgt der Beitritt zur Dachorganisation  Deutscher Modellfliegerverband (DMFV). Auf dem Königshovener Fluggelände herrscht schon damals an den Wochenenden stets ein reger Flugbetrieb.

1977

 

In diesem Jahr veranstaltet der Verein in der Turnhalle in Alt-Königshoven  eine Flugmodell-Ausstellung, die von rund 600 Interessierten besucht wird. Mehr als 100  Flugzeuge, zum Teil von den Mitgliedern befreundeter Modellflugvereine aus Elsdorf und  Ober-/Niederaußem zur Verfügung gestellt, werden dabei gezeigt.

 

1979

 

Wie der Ort und seine Bewohner, so muss auch der Flugplatz umsiedeln: Die Rheinische Braunkohlenwerke AG (heute RWE Power) stellt dem Verein dazu in der Erftaue hinter Kaster, in der  Nähe des heutigen Golfplatzes, ein ca. vier Morgen großes Fluggelände zur  Verfügung. 

1980

 

Der neue Flugplatz und ein Unterstellplatz für den großen Rasenmäher werden angelegt. Nachdem alles geschafft ist, setzt wieder reger Flugbetrieb ein.

 

1981

 

Erste Modellausstellung in der Bürgerhalle in Neu-Königshoven. Mit Hilfe der Nachbarvereine aus Elsdorf, Grevenbroich, Thorr, Marmagen und Jülich präsentiert der  ”Flugmodellsportclub Königsadler" dem interessierten Publikum wieder weit über 100 Flugmodelle.

1982

 

Der Verein erwirbt ein Trainings-Flugmodell mit Lehrer-Schüler-Anlage. Diese ermöglicht es den - meist jugendlichen - Anfängern, die ersten Flugstunden ohne Bruchlandung zu überstehen. Ähnlich wie in der Fahrschule kann hier der Fluglehrer bei Gefahr eingreifen, was die Lebensdauer des Modells entscheidend beeinflusst.

Am 17. Dezember 1982 wird der Verein umbenannt und unter dem Namen

"Flugmodellsportclub Königshoven 1975  e.V."

bzw.

"FMSC Königshoven 1975 e.V."

in das Vereinsregister eingetragen.

 

 

1983

Auf dem Flugplatz in der Erftaue fährt der FMSC ein erstes Freundschaftsfliegen mit benachbarten Modellflug- vereinen durch. Der Verein zählt in  diesem Jahr bereits 38 aktive Modellflieger. Im selben Jahr richten die FMSC-Mitglieder  auch wieder eine Flugmodell- Ausstellung in der Bürgerhalle aus, die bei der Bevölkerung  erneut auf das schon gewohnt große Interesse stößt.

Aber Freud’ und Leid liegen eng beieinander: Am 21. Oktober 1983 wird die  Unterkunft auf dem Flugplatz inklusive des teuren Spezial-Rasenmähers durch Brandstiftung  total zerstört. Der Verein steht daraufhin vor dem finanziellen Ruin. Glücklicherweise  stellt die Rheinbraun AG (heute RWE Power) spontan eine Ersatzunterkunft zur Verfügung

1984

 

Unser Modellfluggelände wird unter Berücksichtigung des  Flächennutzungsplanes erneut verlegt: Jetzt geht es auf die 'Kasterer Höhe'. Die Rheinbraun AG legt dort eine 8500 qm große Rasenfläche an. Die Mitglieder erstellen in Eigenleistung einen Zuschauerraum mit  Schutzzaun. Die nach dem Brand 1983 von Rheinbraun zur Verfügung gestellte, neue  Vereinsunterkunft wird integriert und von den Mitgliedern kontinuierlich ausgebaut.

 

 

1985

Wir feiern unser 10-jähriges  Vereinsjubiläum! Aus diesem Anlass richtet der FMSC in der Königshovener  Bürgerhalle eine Jubiläums-Modellbau-Ausstellung aus, bei der über 2.000 Besucher  gezählt werden. Die mittlerweile 46 Mitglieder des Vereins zeigen mit Unterstützung benachbarter Vereine den durchweg begeisterten Besuchern über 120 Flugmodelle aller Kategorien.

1986

 

Im Mai veranstaltet der FMSC Königshoven seinen ersten Modellflugtag auf  dem neuen Flugplatz auf der Kasterer Höhe. Gut 700 Zuschauer bewundern die Vorführungen.

Aber erneut ziehen für den Verein dunkle Wolken auf: Zum zweiten Mal  innerhalb von nur drei Jahren schlagen unbekannte Brandstifter zu und brennen am 23.  November das Vereinsheim nieder! Der Sachschaden ist beträchtlich, der Verein finanziell  ruiniert. Die Motivation der Mitglieder, die unzählige Stunden ihrer Freizeit in den  Ausbau der Unterkunft gesteckt haben, sinkt auf einen Tiefpunkt.

1987

 

Erneut ist es die Rheinbraun AG,  die dem FMSC angesichts der finanziellen Not hilfreich unter die Arme greift: Das  Unternehmen stellt dem Verein noch einmal eine Unterkunft zur Verfügung. Die dankbaren  Mitglieder errichten daraus ihr neues Vereinsheim in seiner heute noch bestehenden Form.

In der Bürgerhalle findet 1987 wiederum eine Modellausstellung statt. Die wachsende Beliebtheit dieser Veranstaltung beweist sich unter anderem in der Besucherzahl:  2500 Gäste werden gezählt.

 

 

1989

Wieder ein Besucherrekord! Die diesjährige Ausstellung lockt 3000 Gäste an. Über 100 Modelle aller Sparten sind in der Bürgerhalle zu sehen.

Die hervorragende Anlage des FMSC-Fluggeländes und die umfassenden  Sicherheitseinrichtungen überzeugen auch die Luftaufsichtsbehörde in Düsseldorf: Die Behörde erteilt dem Verein am 25. April 1989 die Aufstiegsgenehmigung für Flugmodelle mit bis zu 20 kg Abfluggewicht.

Auch der Deutsche Modellfliegerverband DMFV wird auf das vorbildliche Fluggelände aufmerksam. Er bittet den FMSC, die Vorentscheidung für Nordrhein-Westfalen  zur Deutschen Jugendmeisterschaft auszurichten. Mehr als 50 Teilnehmer treten im Mai zu diesem Wettbewerb in Königshoven  an.

1990 - 1993

 

Die hervorragende Organisation des ersten Jugendwett- bewerbs hat den DMFV überzeugt. Der FMSC Königshoven darf auch 1990, 1991 und 1993 die regionalen Deutschen Jugendmeisterschaften ausrichten. Die Veranstaltungen stoßen beim Publikum auf großes  Interesse; die Zahl der jugendlichen Teilnehmer sowie der Zuschauer steigt mit jedem  Wettbewerb.

 

1993

Bestärkt durch die ständig wachsenden Zuschauerzahlen beschließt der FMSC, im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Stadt Bedburg im August einen Modellflugtag  auszurichten. Diese Flugshow wird ein voller Erfolg. Gastpiloten von 18 befreundeten Vereinen aus dem weiten Umkreis zeigen den 2500 begeisterten  Zuschauern ihre hervorragend gebauten Modellflugzeuge in eindrucksvollen  Flugvorführungen.

Überwiegend kommen dabei Großmodelle zum Einsatz. Aber auch die Piloten  kleinerer Flugzeuge verstehen es, das Publikum zu begeistern. Bei allem sportlichen  Ehrgeiz kommt der Spass natürlich nicht zu kurz. Große und kleine Zuschauer amüsieren  sich königlich über die Späße von Clown ”Pappnase". Das gewohnt gute Rahmenprogramm mit Leckereien vom Grill und der Kuchentheke runden das gelungene Programm ab.

 

1994

Modellfliegen wird immer beliebter, und in NRW steigen die Teilnehmerzahlen der regionalen Deutschen Jugendmeisterschaften des DMFV stetig an, seit der FMSC Königshoven die Wettbewerbe auf Regionalebene organisiert und durchführt. Deshalb bittet der DMFV die Königshovener Modellflieger auch 1994 wieder, erneut die regionale  Jugendmeisterschaft durchzuführen.

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass sich bei diesen Wettbewerben stets jugendliche Mitglieder des FMSC auf den vorderen Plätzen wiederfanden und sich so zur  Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auf Bundes- ebene qualifizierten.

Aber das Jahr bringt den Vereinsmitgliedern auch Sorgen. Im Rahmen der  Flurbereinigung auf der Kasterer Höhe soll der ideal gelegene und hergerichtete Flugplatz  verlegt werden. Der Verein fürchtet um seine Existenz: Eine erneute Verlegung (die dritte  in der Vereinsgeschichte) würde neben sehr viel Arbeit für die Mitglieder auch eine  Neuzulassung des Platzes durch die Luftaufsichtsbehörde bedeuten. In einer Unterschriftenaktion sprechen sich über 500 Bürger der Stadt Bedburg für den Verbleib des Fluggeländes aus. Mit tatkräftiger Unterstützung des Bürgermeisters der Stadt Bedburg und des Königshovener Ortsvorstehers wird nach langwierigen Verhandlungen eine erneute Verlegung des Flugplatzes verhindert.

1995

 

Als Dank für die Unterstützung beim Kampf um den Erhalt seines Fluggeländes veranstaltet der FMSC im September zum 20-jährigen Vereinsjubiläum für  die Bevölkerung eine große Flugshow. Wieder kommen mehr als 2000 Zuschauer zu den atemberaubenden Flugvorführungen der Piloten des FMSC und der Gastflieger.

 

 

1998

 

Im Mai und September lädt der FMSC zum ”Schnupperfliegen"  ein. Die beiden Veranstaltungen sind ein voller Erfolg. Rund 60 Interessierte nutzen das Angebot, kostenlos und unter der Anleitung eines erfahrenen Fluglehrers gefahrlos erste Flugversuche mit einem Vereinsmodell zu absolvieren.

Seit Oktober ist der FMSC Königshoven auch im Internet unter mit  umfangreichen Informationen rund um den Verein und den Flugmodellsport vertreten.

1999

 

Wieder richtet der FMSC Königshoven einen großen Modellflugtag auf der  Kasterer Höhe aus. Ein reibungsloser Ablauf, garantiert durch den großen Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder, sorgt dafür, dass sich die Gastpiloten bei uns wohl fühlen. Als  Dank präsentieren sie dem zahlreich erschienenen Publikum atemberaubende und mit sicherer  Hand vorgetragene Flugvorführungen. Und selbst am Boden ist der Anblick der detailgetreu gebauten Flugzeug-Modelle eine wahre Augenweide, der viele Gäste zu eingehenden Betrachtungen verführt.

Dieser Flugtag ist für die Mitglieder des FMSC eine Bestätigung dafür, auf dem Weg in die Zukunft die richtige Richtung eingeschlagen zu haben: Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen bringen nicht nur kurzfristig Gäste auf den  Platz. Sie schaffen es, immer mehr Menschen auch längerfristig für ein ebenso lehrreiches wie spannendes Hobby zu begeistern. Sowohl die Gastpiloten als auch die befragten Besucher bestätigen diese Ansicht und ermutigten uns, im  Jahr 2000 - zum  25-jährigen Vereinsjubiläum - erneut einen Flugtag auszurichten.

 

2000

Der "FMSC Königshoven 1975 e.V." mit seinen mittlerweile 70  Mitgliedern feiert das 25-jährige Vereinsjubiläum.

Aus diesem Anlass haben wir im März in der Bürgerhalle in Königshoven eine grosse Flugmodellausstellung veranstaltet. Mehr als 3000 Zuschauer bestaunten über  130 exzellent gebaute Flugmodelle aller Kategorien.

Bei unserem Jubiläumsflugtag im August wurden dann unsere kühnsten Erwartungen  übertroffen: Piloten aus 18 Vereinen der Region waren gekommen. Insgesamt 70 Piloten  zeigten den mehreren tausend Zuschauern in einer 4-stündigen Flugschau Modellflug in  Perfektion.

2001

 

Eigentlich wollten wir in 2001 einmal richtig durchatmen und den Streß der  letzten Jahr vergessen. Doch es ergaben sich neue Bedrohungen:

Wir erhielten ein Schreiben eines Ultraleicht-Fliegerclubs, der in der Nähe unseres Modellflugplatzes einen Flugplatz errichten wollte. Der Fliegerclub redete zunächst von 3 Maschinen, dann waren es plötzlich 20 Flugzeuge und ein Hangar,  schließlich gelangten wir auf Umwegen an die Information, dass man ein Gelände in ca. 1 km Entfernung von unserem Modellflugplatz favorisiere, mit Start- und Landerichtung  unmittelbar neben unserem Platz.

In einer einberufenen Sondersitzung der Interessenge- meinschaft "Königshovener Vereine" sprachen sich spontan alle Vereine gegen den Bau des Ultraleicht- Fugplatzes auf der Kasterer Höhe und für den Erhalt  unseres Modellflugplatzes aus. Die durchgeführte Unter- schriftenaktion in den Vereinen und  der Bevölkerung erbrachte über 1.000 Unterschriften gegen den UL-Flugplatz.

 

2003

Unser Vereinsmitglied Robert Pischel wird bei der Jet-Modellmeisterschaft des Deutsche Modellflieger Verbands mit seinem Modell Kangaroo Deutscher Meister in der Sportklasse.

2004

 

Der Regierungspräsident in Düsseldorf erteilt uns eine Aufstiegserlaubnis für Modelle bis zu einem Abfluggewicht von 25 kg. Damit werden wohl in Zukunft noch grössere Modelle auf unserem Flugplatz anzutreffen sein.